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Die Zeit des benzingetriebenen Autos geht vorüber. Der Ottomotor macht sich bereit für seine letzte Reise ins Technikmuseum. Alles, was im Auto mit Verbrennung zu tun hat, ist von Übel, soviel ist klar. Auch der Diesel wird nicht überleben. Und so werden wir – die Gesellschaft der Autoabhängingen gefühlvoll und schonend auf die Zeit nach dem Verbrennungsmotor vorbereitet. Auf ein Zukunft ohne den Kolben und Zylinder aber mit Auto.
Denn für uns soll alles so bleiben, wie es ist: Fahren und Verreisen wie immer – mit dem Auto; auf den Straßen. Daran haben viele, und nicht nur die Autoindustrie ein Interesse. Besonders die großen Versorger wittern einen weiteren gigantischen Absatzmarkt für ihren Strom. Und so beginnt gerade die größte Gehirnwäsche-Aktion seit Einführung der Atomkraft. Sie läuft unter dem Namen „Elektromobilität“.
Elektromobilität das hört sich sauber, vernünftig ja geradezu gutmenschenhaft an. Nur dass es dabei gar nicht um Mobilität, sondern um den Fortbestand des Autos geht. Der Individualverkehr neuzeitlicher Prägung mit all seinen Nachteilen soll in das elektrische Zeitalter hinüber gerettet werden.
Und dazu werden gleich mehrere Legenden erfunden, wie die, dass die Stromfahrzeuge natürlich mit erneuerbarer Energie betrieben werden sollen. Und wiedereinmal wird ein Begriff zur Durchsetzung politischer Ziele und Industrieinteressen geprägt, umgedeutet und missbraucht.
So gibt es einen
nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität des Wirtschaftsministeriums, tonnenweise einseitige und
unreflektierte Berichterstattung und natürlich hat diese Form des Neusprechs vom Fahren mit Strom auch ihren Eingang in die
Wikipedia gefunden. All das hat aber rein gar nichts mit fortschrittlicher Mobilität mit Hilfe von Strom und neuen Verkehrskonzepten zu tun.
Sondern eben nur (Achtung Wiederholung!) mit der Erhaltung des Konzeptes Automobil.
Elektromobiltät gibt es im Übrigen schon seit mehr als 100 Jahren. Und damals ging es wirklich um fortschrittliche Mobilität mit Hilfe von Strom. Verkehrspolitik in Deutschland (und nicht nur dort) behindert oder verhindert Verkehrsinfrastruktur die nicht Straße ist und nicht Auto ist und subventioniert deren Fortbestand mit gewaltigen Summen.